Kniha Duvergers Überbleibsel Andreas Fuchs

Duvergers Überbleibsel

Betrachtungen zu Auswirkungen der Mechanik des Wahlsystems auf die Konzentration der relevanten Parteien im Parlament im Angesicht von zunehmender Volatilität des Wahlverhaltens und Fragmentierung der

Autor: Andreas Fuchs
Jazyk: Němčina
Vazba: Brožovaná
Vydavatel: Grin Verlag
Dostupnost: Skladem u dodavatele
Odesíláme za 5-8 dnů
358
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, ein...

Informace o knize

Jazyk
Němčina
Vazba
Kniha - Brožovaná
Vydáno
2012
Stránek
36
EAN
9783656327080
ISBN
3656327084
Enbook ID
01682572
Vydavatel
Hmotnost
68
Rozměry
148 x 210 x 5

Kompletní popis

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, einseitig bedruckt, Note: 1,0, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Zahlreiche politikwissenschaftliche Untersuchungen befassten sich bereits mit den Auswirkungen von Wahlsystemen auf Parteiensysteme, sie kamen dabei zu durchaus widersprüchlichen Ergebnissen. Maurice Duverger formulierte in diesem Zusammenhang in den 1950er Jahren seine soziologischen Gesetze , welche unter anderem besagten, dass die einfache Mehrheitswahl [ ] zu einem Zweiparteiensystem mit sich abwechselnden großen und unabhängigen Parteien [führe, Anm. d. Verf.]. (Nohlen 2007: 440). Diese Erkenntnisse Duvergers wurden aufgrund abweichender Ergebnisse nicht als Gesetze in wissenschaftlichem Sinne bestätigt und sahen sich somit vielfacher Kritik ausgesetzt. Als ein empirisch belegbares Rudiment aus den Erörterungen und Weiterentwicklungen von Duvergers Feststellungen konnte sich jedoch die Theorie halten, dass Mehrheitswahlsysteme bei ähnlichen Rahmenbedingungen eine stärker konzentrierende Wirkung auf das Parteiensystem entfalten würden als Verhältniswahlsysteme (ebenda: 448). Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Untersuchung berührt diese Fragestellung vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen. Es gilt zu überprüfen, ob eventuelle Kausalzusammenhänge zwischen Wahl- und Parteiensystemen auch unter Beachtung einer zunehmenden Volatilität des Wahlverhaltens sowie des Wandels der Parteiensysteme nachgewiesen werden können. Folglich soll die Hypothese getestet werden, ob der mechanische Effekt des Wahlsystems mit relativer Mehrheit in Einerwahlkreisen die Konzentration der relevanten Parteien im nationalen Parlament und somit auf das dort sich darbietende Parteiensystem - nach wie vor begünstigt. In Anbetracht der Verwerfung der Duvergerschen Gesetzte werden zudem, neben statistischen Darstellungen zur Mechanik der Wahlsysteme, auch historisch gewachsene länderspezifische Rahmenbedingungen betrachtet, in denen diese Mechaniken ihre Wirkungen entfalten. Hierfür wurden Großbritannien und Kanada, welche ein relatives Mehrheitswahlsystem in Einerwahlkreisen praktizieren, sowie, als Gegenbeispiel, die Niederlande mit einem nahezu reinen Verhältniswahlsystem ausgewählt. Die kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse möchte nicht nur Hinweise auf empirisch nachweisbare Überbleibsel der soziologischen Gesetze Duvergers liefern, sondern auch deren Bedeutung für den zukünftigen wissenschaftlichen Diskurs im, dem Umfang der Arbeit entsprechend, begrenzt möglichen Ansatz erörtern.

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